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Worpswede. Die Höhen und
Tiefen der CDU in der
Gemeinde, im Land und
bundesweit haben Eugen
Kohlenbach und Alfred
Renken seit einem halben
Jahrhundert miterlebt.
Für 50-jährige
Parteizugehörigkeit
dankte die
Kreisvorsitzende
Brunhilde Rühl den
beiden Worpsweder
Christdemokraten und
verlieh ihnen die
Ehrennadel. Das geschah
bei der
Jahreshauptversammlung
des Gemeindeverbandes im
Hotel Worpsweder Tor.
Die Laudatio hielt
Altbürgermeister Johann
Kück.
Gut 30 Parteimitglieder
spendeten den beiden
Veteranen der Union
Beifall. Ebenso wie
Bundestagsabgeordneter
Andreas Mattfeldt und
Landtagsabgeordneter
Axel Miesner, die der
Gemeindeverbandsvorsitzende
Hubert Hahndrich als
Gäste begrüßte. Der
Worpsweder CDU-Chef
hatte Johann Kück aus
Neu Sankt Jürgen
gebeten, die Verdienste
des 79-jährigen
Worpsweders Eugen
Kohlenbach und des
80-jährigen Überhammers
Alfred Renken zu
würdigen.
Diese Aufgabe übernahm
das "alte Politross"
gern. Seinen
Parteifreund und
langjährigen
Wegbegleiter Alfred
Renken, der als Landwirt
und Tiefbauarbeiter seit
1960 zum Gemeindeverband
gehört, nannte er ein
treues Parteimitglied
und einen eifrigen
Wahlkämpfer. Als
Mitglied der
Dorfgemeinschaft sei er
stets dabei gewesen,
wenn ihn die CDU gerufen
habe. Kück würdigte auch
den Sachverstand des
Überhammers und
erinnerte sich gern an
die "ehrenvollen
Gedankenaustausche" mit
ihm.
18 Jahre im Landtag
Eugen
Kohlenbach, so betonte
der Laudator weiter,
stamme aus Herne in
Westfalen. In die CDU
sei er am 1. April 1959
eingetreten. Zwischen
1973 und 1980 habe er
den Gemeindeverband
Lilienthal als
Vorsitzender geleitet.
Nach seinem Umzug nach
Worpswede sei er 1986
zum Nachfolger von
Albert Reiners gewählt
worden. Dieses Amt habe
er 14 Jahre ausgeübt.
Danach wählten ihn die
Parteifreunde einstimmig
zum Ehrenvorsitzenden.
Mitglied des Landtags
war der CDU-Politiker 18
Jahre - von 1976 bis
1994. Unter anderem
führte er den Vorsitz im
Ausschuss für
Wissenschaft und Kunst
sowie im
Kulturausschuss. Im
Gemeinderat Lilienthal
saß Kohlenbach von 1974
bis 1981. Als
Kreistagsabgeordneter
war er von 1976 bis 1981
Vorsitzender im
Schulausschuss sowie
Mitglied im
Personalausschuss und im
Ausschuss für die
Jugendbildungsstätte
Bredbeck.
Nach seinem Examen als
Diplom-Volkswirt war
Eugen Kohlenbach von
1957 bis 1960 Referent
für "Soziale Dienste" in
Osnabrück und von 1961
bis 1963 ebenfalls
Referent im
Franz-Hinze-Haus in
Münster. Bevor er von
1967 bis 1985 das
Niels-Stensen-Haus in
Worphausen leitete,
unterrichtete er drei
Jahre als Dozent für
Wirtschafts- und
Gesellschaftslehre am
Seminar für
Staatsbürgerkunde in
Olpe. Von 1985 bis 1988
war er Referent für
Erwachsenenbildung an
der Fachhochschule für
kirchliche
Gemeindearbeit in
Hildesheim. Außerdem
engagierte er sich als
Vorsitzender der
Gesellschaft für
christlich-jüdische
Zusammenarbeit in
Bremen. Johann Kück
zufolge war und ist
Eugen Kohlenbach ein
"Mann der sachlichen
Entscheidungen". Als
Beispiele dafür nannte
er dessen Einsatz für
den Ausbau der
Landesstraße von
Bremervörde über
Worpswede nach
Lilienthal, nachdem die
EVB 1977 den
Personenverkehr mit dem
Moorexpress eingestellt
hatte, die Unterstützung
bei der Renovierung der
Zionskirche, die
Förderung von Kultur und
Kunst in Worpswede sowie
die Hilfe zum Erhalt der
katholischen Kapelle
Maria Frieden im
Ortskern. Dieser Tage
habe es vom Bistum
Hildesheim den positiven
Bescheid gegeben.
"Die Menschen in der
Region wie auch seine
politischen Freunde sind
Eugen Kohlenbach zu
großem Dank
verpflichtet"; sagte
Kück. Er sei stets
hautnah am Bürger
gewesen und habe das
Herz am richtigen Fleck.
Brunhilde Rühl erinnerte
sich besonders an
Kohlenbachs
Unterstützung in
Hannover, nachdem sie
bei der Landtagswahl
1994 völlig überraschend
zur Abgeordneten gewählt
worden war. "Das ist die
Rühl aus dem Landkreis
Osterholz", mit diesen
Worten habe sie ihr
Vorgänger überall im
Leineschloss vorgestellt
und zudem dafür gesorgt,
dass sie ohne lange
Wartezeit sein Büro
übernehmen konnte.
Vor der Verleihung der
Ehrennadeln hatte
Kohlenbach das
Schlusswort. Er bedankte
sich und erklärte, dass
er seine schönste Zeit
in Worpswede immer dann
erlebt habe, wenn er mit
Alfred Renken
Wahlplakate geklebt und
sie zwischen Ostersode
und Waakhausen
angebracht habe - und
das "auf einer
wackeligen Leiter."
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